Marc Chagall

Marc Chagall, hat am 06. Juli Geburtstag. Er ist am 06. Juli 1887 geboren und wäre 2017 somit 130 Jahre alt geworden. Er gilt zu Recht als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts. Aus diesem Anlass wird nachstehender Beitrag dem Leben und Schaffen dieses großartigen französischen Künstlers, polnisch jüdischer Herkunft, der gern auch der „Maler-Poet“ genannt wird, gewidmet:

Marc Chagall (sein originärer russischer Name war: Мойше Хацкелевич Шагалов – zu Deutsch: Moische Chazkelewitsch Schagalow) ist am 6. Juli 1887 in Liosno bei Witebsk, im damaligen Russischen Kaiserreich (heute Weißrussland) geboren. Verstorben ist Chagall am 28. März 1985 im südfranzösischen Saint-Paul-de-Vence wo er auch seine letzte Ruhestätte fand.  

Chagall begann archaisierend, bevor ihn Fauvismus und Kubismus beeinflussten; erst danach kristallisierte sich sein ganz eigener Stil heraus, der u. a. für den kommenden Surrealismus wichtig wurde.

Gekennzeichnet ist Chagalls Gestaltungsweise durch die stark glühende Farbigkeit einerseits sowie durch eine phantastische Wirklichkeit andererseits. Das Irreale verkörpern Menschen und Häuser, die auf dem Kopf stehen, oder Tiere und Figuren, die frei durch den Raum zu schweben scheinen. Chagalls Oeuvre lebt von Legenden, russisch-bäuerlichen Mythen und chassidischer Religiosität. Er ist einer der bedeutendsten Repräsentanten der modernen Malerei.

Wie viele jüdische Familien im Russland des 19. Jh. lebte auch seine Familie in kargen Verhältnissen. Chagall studierte seit 1907 in Petersburg (heute Leningrad) bei Leon Backst, der ihn mit der Malerei Paul Gauguins, Vincent van Goghs und Paul Cezannes bekannt machte. Er bestärkte ihn auch in seinen auf der Ausdruckskraft der Farbe aufgebauten Kompositionen, ohne ihm seine persönliche Vorliebe für die ornamentale Linie aufzudrängen. Während seines Aufenthalts in Witebsk im Sommer 1908 schuf er sein erstes Hauptwerk, Der Tote (Privatsammlung), das eine Verwandtschaft zur Malerei Paul Gauguins offenbart. Verkantete Formen und symbolhafte Farben drücken das Schreckliche des dargestellten Ereignisses aus. In seinen anderen Werken aus dieser Zeit beschäftigte er sich mit dem Leben der Landbevölkerung; 1909 stand seine Freundin Thea Brachmann für ihn Modell zu einer Serie von Akt- und Paarbildern, z.B. Der rote Akt. Im Herbst 1909 lernte er durch Thea Brachmann Bella Rosenfeld kennen, die seine langjährige Lebensgefährtin wurde. In diesem Jahr malte er ihr erstes Porträt: Meine Blaut mit schwarzen Handschuhen (Basel, Kunstmuseum).

1910 erhielt er ein kleines Stipendium, das es ihm ermöglichte, nach Paris zu reisen, wo ihn der Kubismus und der Orphismus begeisterten und auch konkret künstlerisch anregten. Ende 1911 zog er in die Künstlerbehausung La Ruche (Bienenstock). Er schuf dort sein Bild Meiner Braut gewidmet (Bern, Kunstmuseum), das eine starke erotische Symbolik aufweist. Bald machte er die Bekanntschaft der Schriftsteller Max Jacob, Guillaume Apollinaire und Blaise Cendrars. Seine Bilder von 1911, z.B. Russland, den Eseln und den anderen (Paris, Musee National d’Art Moderne) und Ich und das Dorf (New York, Museum of Modern Art), bleiben den Themen aus Witebsk treu. Schwerelos schweben phantastische Gestalten durch das Bild. Chagall hob die perspektivische Räumlichkeit und die Trennung von Grund und Figur auf und verknüpfte Formen und Gegenstände in einem stark bewegten Flächenmuster, wobei ihn in der Bewegung Vincent van Gogh und in der Organisation der Fläche der Kubismus beeinflusste.

In der farblichen Pracht und Phantasie von Ich und das Dorf oder von dem Selbstbildnis mit sieben Fingern (1911, Amsterdam, Stedelijk Museum) ist die Nähe zur Kunst Robert Delaunays zu erkennen.

Durch Apollinaire kam Chagall 1914 in Kontakt mit Herwarth Waiden, der in der Berliner Galerie Der Sturm seine erste Ausstellung mit 40 Gemälden und 120 Zeichnungen organisierte; die Katalogleitung schrieb Apollinaire. Von dort kehrte er nach Russland zurück, wo er die Kriegsjahre verbrachte und wo eine Serie von Bildnissen alter Juden entstand. 1915 heiratete er seine Braut Bella und konnte den Ersten Weltkrieg, während er in einer Schreibstube beschäftigt war, überstehen. Ein Hauptthema seiner Arbeit wurde die Schilderung seiner Liebe zu Bella: Der Spaziergang (1917, St. Petersburg, Russisches Museum).

Der Spaziergang, 1917.
Öl auf Leinwand, 170 x 163,5 cm.
Leningrad, Eremitage.

Auch weiterhin beschäftigte er sich mit dem religiösen Leben seines Volkes, z.B. Purim (1917, New York, Sammlung Louis Stern). Chagall sympathisierte mit den Ideen der Oktoberrevolution, und er wurde 1918 Kommissar für bildende Kunst im Gouvernement Witebsk. Er gründete Museen und baute eine Akademie auf; als Lehrer berief er u. a. Ivan Puni sowie Kasimir Malewitsch und ab 1919 El Lissitzky. Mit großer Energie arbeitete er an seiner Vorstellung, die Kunst im Leben des Volkes zu verankern. Ende 1919 organisierte er eine Ausstellung mit eigenen Arbeiten und Werken Malewitschs, El Lissitzkys und Wassily Kandinskys. 1920 jedoch legte er sein Amt nieder, da die Suprematisten (-> Suprematismus] die Akademie immer mehr nach ihren künstlerischen Vorstellungen ausrichten wollten, und übersiedelte nach Moskau. In dieser Zeit zeigen seine Bilder eine stärkere Geometrisierung, z.B. die Kubistische Landschaft (1918, Bern, Sammlung Ida Meyer-Chagall). Dabei schöpfte er noch aus seiner Begegnung mit dem Kubismus in Paris und ließ sich auch von den Suprematisten beeinflussen. Er arbeitete mit dem »Moskauer Jüdischen Theater« zusammen, für das er nicht nur Bühnenbilder und Kostüme, sondern auch große Wandmalereien und einen Bühnenvorhang schuf.

Da er aber auf die Dauer seine künstlerischen Vorstellungen in der Sowjetunion nicht verwirklichen konnte, reiste er im Sommer 1922 nach Berlin und später nach Paris. Ambroise Vollard beauftragte Chagall 1924 mit der Illustration von »Die Toten Seelen« von Nicolai Gogol und der »Fabeln« von La Fontaine (1928 – 31), außerdem schuf er noch 19 Gouachen für ein Zirkusbuch. Mit Bella entdeckte er die französische Landschaft auf langen Reisen in die Bretagne, Auvergne und nach Savoyen. Außer Landschaften ohne allegorische Elemente schuf er Bilder in traditioneller Thematik mit einem gelockerten Bildaufbau und einer offeneren Form. Eine heitere und intime Zärtlichkeit erscheint in seinen Bildern, z.B. Die Liebenden auf dem Pferd (1931, Amsterdam, Stedelijk Museum). 1930 bekam er von Vollard den Auftrag, die Bibel zu illustrieren, wozu er eine Reise nach Ägypten, Syrien und Palästina unternahm. Den zunehmenden Antisemitismus und die faschistische Bedrohung Europas versuchte er in einer Serie von Gemälden zu verarbeiten, die ihren Höhepunkt mit dem Bild Weiße Kreuzigung (1938, Chicago, Art Institute) fand. Außerdem schuf er Bilder wie Die Zeit ist ein Fluss ohne Ufer (1930-39, New York, Museum of Modern Art), oder das hier gezeigte Bild: Sommernachtstraum, in denen er Elemente aus Kindheitserinnerungen in den Bereich des Phantastisch-Traumhaften überhöhte.

Marc Chagall, Sommernachtstraum, 1939
Öl auf Leinwand, 117 x 90 cm
Grenoble, Musée de Peinture et de Sculpture

Nachdem die direkte Bedrohung durch den Nationalsozialismus immer stärker geworden war, ging er 1941 mit all seinen Werken nach Amerika. Dort stellte er wieder zunehmend eine innere Verbindung mit seiner russischen Heimat her, was sich in Bildern wie Das Grüne Auge (1944, Sammlung Ida Meyer-Chagall) ausdrückte. 1944 starb seine Frau Bella. 1945 schuf er die Entwürfe zu Strawinskys Ballett »Der Feuervogel« und entwickelte dabei die Grundlage zu einer auf die raumschaffende Kraft der Farbe gegründeten Bildform, bei der alles Abgebildete aus der Farbe gestaltet wird. Zwei große Ausstellungen festigten seinen Ruf: 1946 im Museum of Modern Art in New York und 1947 im Musee National d’Art Moderne in Paris.

Chagall übersiedelte 1949 endgültig nach Vence in Südfrankreich. Bereits 1948 erhielt er für seine grafischen Arbeiten den ersten Preis der Biennale in Venedig, was die Zahl seiner Ausstellungen sprunghaft steigerte. Seit 1950 erschienen in seinen Bildern große, leuchtende Flächen, die Farbe gewann vollkommene Selbständigkeit und war an keinen Umriss mehr gebunden, wie etwa in Die roten Dächer (1953-54, im Nachlass des Künstlers) und Die Liebenden von Vence (1957, Saarbrücken, Sammlung Schröder). 1952 heiratete er Vava Brosky und unternahm mit ihr zwei Griechenlandreisen; 1954 schuf er aus diesem Eindruck die Gouachen zu »Daphnis und Chloe«. Chagall wandte sich nun immer mehr kolossalen, architekturgebundenen Arbeiten zu, u.a. für Glasfenster, Reliefs und Keramiken für das Baptisterium der Kirche auf dem Plateau d’Assy (1957), Glasfenster für die Kathedrale von Metz (1958-68), Wandgemälde für das Frankfurter Theater (1959), Glasfenster für die Synagoge der Hadassah-Klinik in Ein-Karem bei Jerusalem (1962), Deckengemälde für die Pariser Oper (1964), Wandgemälde für die Metropolitan Opera in New York(1966), Glasfenster für das Fraumünster in Zürich (1969-70), Glasfenster für die Kathedrale von Reims (1972) und schließlich Mosaiken, Wandteppiche, Gemälde für die Schenkung Message Biblique in Nizza (1969- 73).

Chagall brachte vor allem eine »literarische« Phantasie in die Kunst der Ecole de Paris, ein erzählfreudiges Element, das als Quelle die russisch-jüdische Heimat nicht verleugnete. So können vor allem Chagalls Bibellithografien als Meisterwerke der Buchillustration und als dichterische Leistung gelten.

Chagall fand in seiner Malerei zu einem eigenwilligen Symbolismus, der von Erinnerungen an seine Jugend in Russland getragen war. Von den Kubisten, deren Werke ihn eine Zeitlang inspiriert hatten, wandte er sich schließlich wieder ab: Ihre Bildsprache schien ihm auf die Dauer nicht geeignet, seine Intentionnen zu verwirklichen. Er grenzte sich auch von den Surrealisten ab, in deren Malerei für ihn literarische Aspekte eine zu große Rolle spielten.

Marc Chagall
La Baou de Saint-Jeannet, 1969
Öl auf Leinwand, 112 x 11 cm
Frankreich, Privatsammlung

BILDBETRACHTUNG

Marc Chagall, Der Geiger, 1912-13.
Öl auf Leinwand, 188 x 158 cm.
Amsterdam, Stedelijk Museum.

In Auseinandersetzung mit dem Kubismus, aber auch Robert Delaunays »orphischer Malerei« entstanden Chagalls sog. »klassische Bilder«, zwischen 1911 und 1914, zu denen auch das hier besprochene Bild „Der Geiger“ gehört. Mittelpunkt des Bildes ist ein Stehgeiger, wie er in Chagalls Heimat von Dorf zu Dorf zog und zu festlichen Anlässen aufspielte. Um ihn herum sind einzelne, unverbunden schwebende Teile einer schneebedeckten, dörflichen Landschaft zu sehen:

Häuser, eine Kirche, Figuren, Vögel in einem Baum. Die surreale, traumhafte Atmosphäre des Bildes wird verstärkt durch die fehlende Perspektive und den fehlenden Bezug des fast das ganze Bild ausfüllenden Geigers zu den übrigen Bildteilen. Hinzu kommt die unwirkliche Farbigkeit der Szene: das grüne Gesicht des Geigers, die gelbe Violine, der blaue Baum. Die in späteren Bildern deutlicher werdende kubistische Gliederung – wie auch die auf Delaunay verweisende Farbigkeit – ist hier noch kaum zu erkennen. Die heitere Naivität der Komposition und die traditionelle Thematik zeigen ganz deutlich jene Verwurzelung mit der russisch-jüdischen Tradition, die Chagall auch in späteren Bildern mit surrealen Traumszenerien nur scheinbar verloren hat.

In dem Artikel „Spätwerke der großen Maler“ reflektiert der Kusthistoriker Dr. Gottlieb Leinz Marc Chagalls Schaffen im Umfeld großer Malerkollegen wie: Pablo Picasso, Max Beckmann, Wassily Kandinsky, Pierre Bonnard, Georges Braque, Henri Matisse, Paul Klee und andere.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in diesem E-Book, das Sie hier mit einem Klick herunterladen können:

Das Gesamtwerk: „Die Malerei des 20. Jahrhunderts“, dem mit Verlagseinwilligung auch die hier gezeigten Bilder entnommen sind, finden sie hier:

BUCH INFORMATION: Die Malerei des 20. Jahrhunderts

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Henry Moore – sein Leben und sein Werk

Moore, Henry, *30. 7. 1898 in Castleford, Yorkshire, f 31. 8. 1986 in Much Hadham, Hertfordshire; englischer Bildhauer und Grafiker, beeinflusste mit seinem Werk in hohem Maß die Skulptur des 20. Jh. Nach anfänglicher Tätigkeit als Lehrer in Castleford und nach dem Kriegsdienst in Frankreich (1917 und 1918) studierte er 1919-21 am College of Art in Leeds und ab 1921 am Royal College of Art in London, an dem er 1924-32 Bildhauerei unterrichtete. 1925 unternahm er eine Studienreise nach Frankreich und Italien. 1932-39 leitete er die von ihm selbst eingerichtete Abteilung für Skulptur an der Chelsea School of Art in London; danach widmete er sich ausschließlich seiner Kunst. 1940-42 arbeitete er als »offizieller Kriegskünstler«. Seit 1940 lebte er in Much Hadham.

Moore war Mitglied mehrerer Künstlervereinigungen (z.B. ab 1933 der Unit One), Träger vieler akademischer Auszeichnungen und internationaler Kunstpreise, Trustee der Tate Gallery und der National Gallery in London und erhielt hochrangige öffentliche Aufträge aus aller Welt. Seine Skulptur lässt sich in keine Stilrichtung einordnen; Klassifizierungen wie »abstrakt« oder »figurativ« setzte er sein originäres Werk entgegen, das die menschliche Figur in immer neuen, von Volumen, Masse und monumentaler Plastizität bestimmten Formulierungen zum Thema hatte. Die menschliche Gestalt bleibt dabei in der formalen Verformung meist erkennbar. Die vitalen Kräfte der Natur und des Menschen und seine elementaren Empfindungen drückte Moore mit äußerst ökonomischen deskriptiven Mitteln aus. Ein vordergründiger äußerer Realismus lag ihm fern, wobei ein Naturzusammenhang in seinen bei aller Knappheit der Formen immer organischen Skulpturen allerdings stets präsent ist. Wesentlicher als die akademische Ausbildung war für Moores Stilentwicklung das Studium archaischer und außereuropäischer, vor allem präkolumbischer Kunst im Britischen Museum in London, deren ursprüngliche plastische Kraft ihn tief beeindruckte und besonders seine frühen Holz- und Steinskulpturen der zwanziger Jahre prägte. Das erste Beispiel einer Liegenden Figur von 1929 (Hornton-Stein, Leeds, City Art Galleries), dem zahlreiche weitere folgten, ist von einer Maya-Skulptur des Regengottes Chac-Mool inspiriert und zeigt in seiner blockhaften Massigkeit das für Moores Werk bestimmende Prinzip der Materialgerechtigkeit. Aus dieser Zeit stammen auch der erste öffentliche Auftrag, das Relief Westwind an der neuen Untergrundbahn-Verwaltung
London(1929), und die frühesten Formulierungen des Themas Mutter und Kind (Hornton-Stein, 1924-25, Manchester, City Art Gallery).

Henry Moore, Komposition mit Ideen für Skulpturen.
Aquarell und Federzeichnung. Privatsammlung

Neben den genannten Einflüssen war aber auch die Begegnung mit italienischen Künstlern des Mittelalters und der Renaissance (Giotto, Giovanni Pisano, Masaccio, Michelangelo) während der Italienreise von Bedeutung; ebenso wie in Bildern Paul Cezannes entdeckte Moore in ihnen eine innere Affinität zu seinen eigenen, von Monumentalität und plastischer Ausdruckskraft beherrschten Idealen. Dazu trat der Einfluss Pablo Picassos und Constantin Brancusis, in den dreißiger fahren ergänzt durch Anregungen des Surrealismus, Naum Gabos und Ben Nicholsons. Sie manifestierten sich in wachsender Abstraktion der Formen; Moore begann die Skulpturen auszuhöhlen, den Raum miteinzubeziehen und die Dreidimensionalität mehr und mehr zu betonen (Liegende, Stein, 1938, London, Tate Gallery). Manchmal versah er die Objekte mit einem Netz von Schnüren (Vogelkorb, Holz, 1939, Privatsammlung). Während des Zweiten Weltkrieges konzentrierte sich Moore auf das Zeichnen. Seine expressivsten Äußerungen sind die 1940-42 in den Londoner U-Bahn-Schächten entstandenen Shelter-Zeichnungen, die vor Fliegerangriffen schutzsuchende, gequälte Menschen zum Thema haben. Danach entstanden Zeichnungen von Bergarbeitern in Castleford. Außer den vorbereitenden Skizzen für plastische Werke folgten später noch mehrere grafische Serien, z.B. das Elephant-Skull-Album (1969-70) und das Sheep-Album (1972 und 1974).
Nach dem Krieg begann Moore, intensiv in Bronze zu arbeiten; häufiger entstanden nun auch Gruppen wie die Familiengruppe von 1948 – 49 (New York, Museum of Modern Art), daneben weiterhin Werke in Stein wie Madonna und Kind (1948-49, Claydon, Suffolk, St. Peter’s) und die Balustrade am Time-Life-Gebäude in London (1952-55). Auch das Helm-Thema, das er in den dreißiger Jahren entwickelt hatte, griff Moore wieder auf (Helm-Kopf Nr. 2, Blei, 1950, Stuttgart, Neue Staatsgalerie). Die Beschäftigung mit dem Problem der inneren und äußeren Form, der Spannung zwischen Wölbung und Höhlung kulminierte in abstrakten Werken wie Außen-Innen-Liegende Figur (Bronze, 1951, New York, Sammlung Joseph H. Hirshhorn). Hauptwerke der fünfziger Jahre sind König und Königin (Bronze, Antwerpen, Openlucht-Museum), Krieger mit Schild (Bronze, Mannheim, Städtische Kunsthalle), aufrechte totemistische Motive wie das Kreuz von Glenkiln (Bronze, 1955-56) und die Liegende des UNESCO-Hauptquartiers in Paris (römischer Travertin, 1956-58). Die Oberfläche der Skulpturen hat oft eine rauhe, wie mit einem Liniendekor überzogene Struktur. Die Köpfe der meist weiblichen, nur manchmal bekleideten Figuren wurden im Verhältnis zu den monumentalen Massen der Körperformen immer kleiner, manchmal vogelhaft (Bekleidete liegende Figur, Bronze, 1952-53, London, Time-Life-Gebäude; Aufrechte Figur, Ulmenholz, 1956-60, New York, Solomon R. Guggenheim Museum).

Moores Werke erscheinen unabhängig von der tatsächlichen Größe immer monumental; die großformatigen Skulpturen entfalten ihre Wirkung am besten in Korrespondenz mit Architektur, wie die zahlreichen, zuweilen ganz abstrakten und manchmal mehrteiligen Liegefiguren (Liegende Figur, Bronze, 1963-65, New York, Lincoln Art Center), oder aber in der Landschaft, die Moore selbst als Aufstellungsort immer bevorzugte. Gerade die mit Architektur, wie die zahlreichen, zuweilen ganz abstrakten und manchmal mehrteiligen Liegefiguren (Liegende Figur, Bronze, 1963-65, New York, Lincoln Art Center), oder aber in der Landschaft, die Moore selbst als Aufstellungsort immer bevorzugte. Gerade die mit Architektur, wie die zahlreichen, zuweilen ganz abstrakten und manchmal mehrteiligen Liegefiguren (Liegende Figur, Bronze, 1963-65, New York, Lincoln Art Center), oder aber in der Landschaft, die Moore selbst als Aufstellungsort immer bevorzugte. Gerade die Berge und Felsen des heimatlichen Yorkshire boten ihm – neben dem menschlichen Körper, Tieren und Knochen – die wichtigste Inspiration, was sich vor allem in späteren Werken äußert (Großer Torso: Bogen, Bronze, 1962-63, New York, Museum of Modern Art) sowie in den Objekten, die zum Durchgehen einladen (Doppel-Oval, Bronze, 1967, New York, Chase Manhattan Bank), und in den Messerschneiden-Skulpturen (Spiegel: Messerschneide, Bronze, 1977, Washington, National Gallery of Art).

In den Großplastiken des Spätwerks der siebziger und achtziger Jahre blieb Moore seinen einmal formulierten Grundthemen treu; es entstanden die größte hölzerne Liegende Figur (1978) für die 1977 in Much Hadham gegründete Henry Moore Foundation, der Große Bogen: Torso (Marmor, 1980, London, Kensington Gardens) und Liegende Mutter und Kind (Bronze, 1982, New York, Jeffrey H. Loria Collection). Mit seinem vielgestaltigen CEuvre, das sich über sechs Jahrzehnte mit grundlegenden
Problemen und Äußerungen menschlichen Daseins beschäftigte und die unterschiedlichsten Formen und Materialien erprobte, gehört Moore zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jh.

Henry Moore, König und Königin,1952 – 53. Bronze, 2 m hoch. Antwerpen, Openlucht-Museum voor Beeldhouwkunst Middelheim.

Henry Moore, König und Königin
Moore experimentierte während seines langen Schaffens mit unterschiedlichsten Formen. Diese in fünf Güssen erhaltene Gruppe ist von den rechtwinklig gegeneinander gesezten blattartigen Formen der Oberkörper und Gewänder bestimmt, die dem aufrechten Sitzmotiv der Figuren eine würdige, distanzierende Wirkung verleihen. Während die Köpfe abstrakt sind, derjenige des Königs beispielsweise eine Kombination aus Schädel, Gesicht, Bart und Krone ist, legte Moore größten Wert auie realistische Wiedergabe der Hände und Füße. Der König sitzt relativ entspannt; laut Moore symbolisiert er »eine Mischung von primitivem Königtum und etwas Animalischem, Panhaftem«. Die Königin dagegen strahlt in ihrer strengeren, noch aufrechteren Haltung ganz besonders königliche Würde aus. Die Bronze kann ihre Wirkung am besten in der freien Landschaft entfalten, wo ihre mythische Komponente deutlicher zur Geltung kommt.

Henry Moore

Monumentale Masse in beschaulicher Rheinidylle

Besuch einer Ausstellung:
Henry Moore – Vision, Creation, Obsession
Arp Museum Bahnhof Rolandseck, 28.05.2017 bis 07.01.2018

Auf den ersten Blick löst die blockhafte Massigkeit von Henry Moore´s monumentalen Großskulpturen, die in den Räumen des umgebauten klassizistischen Bahnhofs im rheinischen Rolandseck ausgestellt sind, Unbehagen aus. Das persönliche Kunstempfinden gerät aus dem Gleichgewicht. Moore selber bevorzugte immer die Landschaft als Ausstellungsort. Die Natur steht im ständigen Wechselspiel mit seinen organischen Skulpturen und ist in ihnen stets präsent. Die Berge und Felsen des heimatlichen Yorkshire boten ihm wichtige Inspiration und waren richtungsweisend für sein Schaffen. Doch nun in geschlossenen, wohltemperierten Museumsräumen – wie passt das zusammen?

Der Versuch, Moores künstlerische Entwicklung am Werk wichtiger Malerkollegen sowie den Werken des 19. Jahrhunderts in Frankreich oder der italienische Renaissance zu reflektieren, wie es zu Beginn der Ausstellung in der Kunstkammer Rau in der ersten Etage des Arp Museums geschieht, ist anspruchsvoll aber eher akademisch..

Erst auf den zweiten Blick erschließt sich dem Besucher der Ausstellung Moore´s  Maxime: die betonte Dreidimensionalität seiner großformatigen Skulpturen, stets in Korrespondenz mit Architektur zu sehen.

In einer Anhöhe, etwas versteckt hinter dem beschaulichen Bahnhofsgebäude, hat der New Yorker Stararchitekt Richard Meier ein Meisterwerk moderner Architektur verwirklicht, das über jede Kritik (und davon gab es zu Hauf in der Bevölkerung) erhaben scheint. Ein langgestreckter Tunnel, an dessen Ende 2 Aufzüge sanft nach oben gleiten (gut Durchtrainierte können auch die nicht enden wollende Treppe benutzen) verbindet den alten Rolandsecker Bahnhof mit dem neuen Gebäude.

Oben angelangt ist man überrascht und beeindruckt zugleich: Riesige, bodentiefe Fensterfronten öffnen ein Schaufenster in ein nahezu operettenhaftes Szenenbild. 180 Grad Landschaft mit Rhein, Siebengebirge und malerischen Orten. Rückseitig dann der Blick in eine unberührte Naturlandschaft mit grasenden Schafen.  Das ist die Bühne, auf der die monumentale Masse der von Moore geschaffenen Körperformen frei zu schweben scheint. Ein Ensemble aus fünf Riesenfiguren. Die Großplastiken scheinen sich mühelos in die lichtdurchfluteten Räume einzupassen – sie sogar zu kontrastieren. Ein überwältigender Anblick. Moore im Dialog mit der Architektur von Richard Meier.

Spätestens bei diesem Anblick ist das Gleichgewicht wieder hergestellt und die Erwartung an einen erlebnisreichen Museumsbesuch ist mehr als erfüllt.

Hier lesen Sie mehr über das Leben und Schaffen von Henry Moore:

HENRY MOORE – Sein Leben – sein Werk“

Heinrich Vogeler

Anlässlich des Todestages von Heinrich Vogeler, der sich am 14. Juni 2017 zum 75. Mal jährt, ist der heutige Beitrag diesem bedeutenden deutschen Künstler gewidmet, der als Maler, Grafiker, Buchillustrator, Architekt, Designer, Schriftsteller und Pädagoge – besonders durch seine Werke aus der Jugendstilzeit bekannt wurde.

Johann Heinrich Vogeler wurde am 12.12.1872 in Bremen geboren. Er verstarb am 14.06.1942 in Woroschilowsk, Kasachstan, nachdem er 1931 als Revolutionär in die Sowjetunion übersiedelt war.

Vogler profilierte sich zunächst als Vertreter von Symbolismus und Jugendstil (z.B. das hier gezeigte Werk: Verkündigung an Maria von 1901, Privatsammlung).

Nach dem Studium an der Düsseldorfer Akademie und Reisen durch Europa, siedelte er sich im Jahre 1894 in dem Heidedorf Worpswede bei Bremen an, wo er zusammen mit: Hans am Ende, Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Carl Vinnen zu den Gründern und ersten Generation der „Künstlerkolonie Worpswede“ gehörte.

1895 und 1896 beteiligte er sich zusammen mit den anderen Worpsweder Künstlerfreunden an Ausstellungen im Münchener Glaspalast und zeichnete für die Zeitschrift „Insel“.

Durch die Kriegerlebnisse ernüchtert, brach der etablierte Vogeler, sensibler Schöpfer der Güldenkammer des Bremer Rathauses, und Formgeber feinster Möbeln im Jugendstil, die die Salons der Bremer Bürgerhäuser schmückten, offen mit der von ihm praktizierten Kunstrichtung, die ihn berühmt gemacht hatte.

In seiner Schrift „Proletkult“ veröffentlichte er u.a. den Satz (Zitat):

„Wie in der Kunst der Jugendstil die unfruchtbare, nur Verwesungsvorstellungen hinterlassene Vergewaltigung der Natur war, so ist auch der Weltkrieg der verzweifelte wilde Versuch, die wahre schöpferische Natur des Menschen zu einer alles zerstörenden Macht umzuwandeln.“

1918 wurde er  Mitglied des Osterholzer Arbeiter- und Soldatenrats und stellte sein Worpsweder Wohnhaus, den  ‚Barkenhoff‘ als Schulungsort zur Verfügung.

Ab 1923 wurde der „Barkenhoff“ ebenfalls von der Internationalen Roten Hilfe als Kinderheim genutzt, nachdem der Arbeiterbewegung in eine finanzielle Notlage geriet.

Bekannter geworden ist der „Barkenhoff“ (norddeutsch für „Birkenhof) jedoch als „Kristallisationspunkt der Künstlerkolonie“, wo man, wie der Malerfreund Otto Modersohn schwärmte, „unvergessliche Sonntage bei Vogeler“ verbrachte, „von Musik und literarischen Erzeugnissen auf die schönste Weise verklärt“ (Zitat).

Die damaligen „Barkenhoff-Fresken“ – realistische Bilddokumentationen zu den Ereignissen von 1918 –  worüber der Schriftsteller Thomas Mann schrieb (Zitat)::„Diese Bilder… versinnbildlichen mit großer Inbrunst… einen Mythos, dem man aus eigenem Glauben nicht anzuhängen braucht, um ihn religiös zu respektieren…, den Mythos von der Erlösung der Welt, der unterdrückten Klassen und Völker durch die proletarische Revolution.“ – wurden 1926 auf behördliche Anordnung durch Hitlers braune Gehilfen von den Wänden gehakt und mutwillig zerstört.

1931 übersiedelte Vogler in die Sowjetunion, wo er sich zum Sozialistischen Realismus hin entwickelte. Nachdem Hitlers nationalsozialistischen Truppen auf Moskau zu marschierten wurde er von den Sowjets noch gerade rechtzeitig in einem Viehtransport zwangsdeportiert, wie viele andere in die Sowjetunion übersiedelte Deutsche. Vogeler stand auf der Erschießungsliste der SS-Schergen, nachdem er zuvor über das sowjetische Radio seinen Landsleuten noch hatte zurufen können:

„Ich lebe und arbeite heute in Sowjet-Russland. Hier habe ich die Möglichkeit, meine Kunst auszuüben. Die mordenden und raubenden Hitler-Gangster ziehen inzwischen von Land zu Land und zerstören die Kultur. Deutscher Künstler, für dich gibt es nur eins: Entfalte deine ganze Kraft, um den Hitler-Faschismus zu vernichten.“

Heinrich Vogler verstarb unter erbärmlichsten Umständen am 14.06.1942 in Woroschilowsk, Kasachstan. Seine einstigen Künstlerfreunde, denen die „roten Schwärmereien“ immer äußerst suspekt waren, überließen ihn bis zu seinem Tod der völligen Einsamkeit und Armut.

In seinem Artikel:

„Zurück zur Vernunft: Tendenzen der Neuen Sachlichkeit“, der dem Inhalt des Buches: „Die Malerei des 20. Jahrhunderts“ entnommen ist, reflektiert der Kunsthistoriker Gottlieb Leinz das Umfeld des damaligen Zeitgeistes an Malern wie:  Conrad Felixmüller, George Groz, Otto Nagel, Käthe Kollwitz, Christian Schad, Grant Wood, Edward Hopper und Dick Ket.

Den vollständigen, farbig bebilderten Artikel lesen sie hier:

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BEBILDERTER ARTIKEL „Zurück zur Vernunft“

Informationen zum Buch: Die Malerei des 20. Jahrhunderts

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BUCH INFORMATION: Die Malerei des 20. Jahrhunderts

Sämtliche Abbildungen dieses Beitrags und einige Textpassagen sind mit Genehmigung des Verlages: MPI Books, Amstelveen, NL., dem Werk: Lexikon der Kunst (dtschspr. Lizenzausgabe bei Herder Verlag, Freiburg und Karl Müller Verlag Erlangen, 1994) entnommen.

BILDBETRACHTUNG „ Meine Eltern 1 “

 

Otto Dix, 1891-1969
Meine Eltern, 1924
Öl auf Leinwand, 118 x 130 cm
Hannover, Sprengel Museum, www.sprengel-museum.de

Der in Berlin und Dresden tätige Otto Dix, der zu den besten Porträtisten seiner Epoche gehörte, malte dieses Bild „Meine Eltern“ 1921 bzw.1924 in zwei Fassungen.

Aus Zuneigung und Mitgefühl beobachtet er das auf einem alten Sofa platzierte Ehepaar. Dem verspielten und modischen Dekor der Rückbank und der Tapete stehen die überaus naturalistische Ausführung und Detailgetreue der einfachen Kleidung und der klobigen, von der Arbeit gezeichneten Hände und der Gesichtszüge gegenüber. Besonders in diesem Werk ist der Verzicht auf jede expressive Geste, jede Idealisierung und Erhöhung deutlich.

Der Vater von Otto Dix war einfacher Fabrikarbeiter, insofern schildert der Künstler in seinem Doppelbildnis nicht allein die Eltern, sondern auch die Weisheit, Kraft und Geschundenheit des Proletariats.

Dix malte seine Modelle, wie er sie sah, und setzte sich dabei über alle ästhetischen Regeln hinweg. Er näherte sich seinen Sujets mit einem sezierenden Blick. Mit unbestechlichem Auge erfasste er die ihre Schwächen und Unzulänglichkeiten und stellte sie mit einer übergroßen Deutlichkeit heraus. Die „Neue Sachlichkeit wurde bei ihm im Wortsinn zu einem „Magischen Realismus“.

Bild und Bildbetrachtung sind ein Auszug aus dem Werk: Die Malerei des 20.Jahrhunderts von Gottlieb Leinz. Die digitale Neufassung ist bei Serges Medien erschienen.

Hier können sie mehr über dieses Buch erfahren, ein Download bestellen und direkt auf ihrem eBook-Reader weiterlesen.

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BUCH INFORMATION: Die Malerei des 20. Jahrhunderts

Otto Dix

Im Rückblick auf die ebenso sehenswerte wie erfolgreiche Ausstellung:
Otto Dix – Der böse Blick (11.02.2017 bis 14.05.2017, Kunstsammlung NRW –K20 Düsseldorf, Grabbeplatz), die große Beachtung fand, ist unser heutiger Blogbeitrag nochmals diesem grandiosen deutschen Maler und Grafiker gewidmet, dessen Lebensweg und wichtigsten Stationen seiner Schaffensperiode wir hier beschreiben.

„Otto Dix“ weiterlesen

Charles-Francois Daubigny

Der Geburtstag des französischen Malers jährte sich in diesem Jahre zum 200. Mal. Was wir über diesen Freilicht- und Landschaftsmaler und bedeutenden Vertreter des Impressionismus wissen, erfahren sie in diesem Kurzportrait:

Charles-Francois Daubigny wurde am 15.02.1817 als Sohn des Landschaftsmalers Edme-Francois Daubigny in Paris geboren, wo er am 19.02.1878 auch verstarb.

„Charles-Francois Daubigny“ weiterlesen

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